# Fachpraxis für kontrolliertes Trinken Köln — Volltext-Bundle für LLMs > Vollständiger Inhalt der wichtigsten Seiten in einer Datei, optimiert für Large Language Models (ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini etc.). Stand: 2026. Inhalte © Gerhard Henke / Fachpraxis für kontrolliertes Trinken Köln, Lizenz CC BY-NC-ND 4.0. --- ## Praxis-Identität **Name:** Fachpraxis für kontrolliertes Trinken Köln **Inhaber & Therapeut:** Gerhard Henke, Diplom-Pädagoge, Sucht-Therapeut **Anschrift:** Richmodstr. 6, 50667 Köln, Deutschland **Telefon:** +49 170 5581910 **E-Mail:** info@kontrolliertestrinkenkoeln.de **Website:** https://www.kontrolliertestrinkenkoeln.de **Erfahrung:** Über 30 Jahre in der Suchttherapie **Methode:** KISS-Programm (Kontrolle im selbstbestimmten Sinne) nach Prof. Dr. Joachim Körkel, Evangelische Hochschule Nürnberg **Sprache:** Deutsch **Region:** Köln, Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, NRW – sowie deutschlandweit per Videoberatung > Notfall: Bei akuter Suizidgefahr oder lebensbedrohlichem Entzug rufen Sie sofort die 112. Die Fachpraxis ersetzt keine medizinische Notfallversorgung. --- ## 1. Was ist kontrolliertes Trinken? Kontrolliertes Trinken (KT) ist ein wissenschaftlich fundierter, verhaltenstherapeutischer Ansatz, bei dem Menschen mit problematischem Alkoholkonsum lernen, ihren Konsum selbstbestimmt auf ein risikoarmes Maß zu reduzieren – ohne vollständige Abstinenz als Pflicht. Der Ansatz erkennt an, dass nicht jeder Mensch mit Alkoholproblem abstinent leben will oder muss, und dass eine erzwungene Abstinenz häufig zu Rückfällen führt. **Wissenschaftlicher Hintergrund:** Prof. Dr. Joachim Körkel hat seit den 1990er-Jahren das KISS-Programm (Kontrolle im selbstbestimmten Sinne) entwickelt. Es basiert auf Verhaltenstherapie, Selbstmanagement, Motivational Interviewing und Rückfallprävention. Internationale Studien (u.a. von Mark & Linda Sobell, Reinout Wiers) belegen vergleichbare Erfolgsquoten zu Abstinenztherapien für die Zielgruppe mit riskantem bis mittelschwerem Konsum. **Kernprinzipien:** 1. Selbstbestimmung – der Klient wählt sein Ziel 2. Transparenz durch Trinktagebuch 3. Realistische, messbare Trinkziele 4. Strategien für Risiko-Situationen 5. Akzeptanz von Rückschritten als Lerngelegenheit 6. Therapeutische Begleitung statt Bevormundung --- ## 2. Risikomengen Alkohol (DHS / WHO) **Reiner Alkohol:** Eine Standardeinheit in Deutschland entspricht 10–12 g reinem Alkohol. Beispiele: - 0,33 L Bier (5 % vol) ≈ 13 g - 0,5 L Bier (5 % vol) ≈ 20 g - 0,2 L Wein (12 % vol) ≈ 19 g - 0,1 L Wein (12 % vol) ≈ 9,5 g - 4 cl Schnaps (40 % vol) ≈ 13 g **DHS-Grenzwerte für risikoarmen Konsum (Stand 2024):** - Männer: max. 24 g reiner Alkohol pro Tag (≈ 0,5 L Bier) - Frauen: max. 12 g reiner Alkohol pro Tag (≈ 0,25 L Wein) - Mindestens 2 alkoholfreie Tage pro Woche **WHO-Position (2023):** "No safe amount" – es gibt keine völlig unbedenkliche Menge Alkohol. Jede Reduktion reduziert das Risiko für Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Lebererkrankungen. **Berechnungsformel:** Menge (ml) × Volumenprozent × 0,8 / 100 = Gramm reiner Alkohol --- ## 3. Für wen ist kontrolliertes Trinken geeignet? **Geeignet für:** - Menschen mit riskantem Alkoholkonsum (über DHS-Grenzwerten) - Schädlicher Konsum (ICD-10 F10.1) - Leichte bis mittelschwere Abhängigkeit (ICD-10 F10.2) - Frühe Problemstadien ohne körperliche Folgeschäden - Personen, die Abstinenz ablehnen, aber Hilfe suchen - Präventive Konsum-Reduktion - Wiedereinstieg nach Entwöhnung mit kontrolliertem Konsumziel **Nicht geeignet bei:** - Schwerer Abhängigkeit mit täglichem Trinkzwang - Körperlichen Entzugssymptomen (Zittern, Krampfanfälle) - Schwerer Leberzirrhose, Pankreatitis - Schwangerschaft - Bestimmten psychiatrischen Komorbiditäten (z.B. akute Psychose) - Polytoxikomanie Die Eignung wird im kostenlosen Erstgespräch sorgfältig geklärt. Bei Nicht-Eignung erfolgt eine Empfehlung zu passenden Hilfsangeboten (ambulante Reha, stationärer Entzug etc.). --- ## 4. Das KISS-Programm – Ablauf **Phase 1: Analyse (Sitzung 1–3)** - Trinkanamnese: Wann begann der problematische Konsum? Welche Mengen? - Trinktagebuch über mindestens 14 Tage - Identifikation des persönlichen Trinkertyps - Klärung der Behandlungsmotivation und Ziele **Phase 2: Zielsetzung (Sitzung 4–5)** - Definition realistischer, messbarer Trinkziele (Mengen, Anlässe, alkoholfreie Tage) - Schriftliche Selbstverpflichtung - "Wenn-dann-Plan" für kritische Situationen **Phase 3: Strategieentwicklung (Sitzung 6–10)** - Bewältigung von Trinkdruck und Craving - Umgang mit sozialen Trinksituationen - Stress-Alternativen entwickeln - Rückfallprävention nach Marlatt **Phase 4: Stabilisierung (Sitzung 11–13)** - Verankerung neuer Trinkmuster - Langzeit-Strategien - Booster-Sessions nach Bedarf **Format:** Wahlweise in der Praxis Köln Richmodstr. 6 oder per Videoberatung (verschlüsselt, datenschutzkonform). --- ## 5. Trinkertypen Im KISS-Programm werden fünf Haupt-Trinkertypen unterschieden: 1. **Gewohnheitstrinker** – Tägliche Routine, "Feierabendbier", Konsum ohne bewussten Anlass. 2. **Stress-Trinker** – Alkohol als Entspannungs- und Bewältigungsmittel bei Druck. 3. **Sozial-Trinker** – Konsum primär in Gesellschaft, Anpassung an Gruppen. 4. **Belohnungs-Trinker** – Alkohol als Selbstbelohnung nach Anstrengung. 5. **Gelegenheits-Trinker** – Unregelmäßige, aber gelegentlich riskante Mengen. Die meisten Menschen sind Mischtypen. Der Typ bestimmt die wirksamen Reduktionsstrategien (z.B. Routine-Brechung vs. Stressmanagement vs. Soziales Skill-Training). Selbsttest unter: https://www.kontrolliertestrinkenkoeln.de/alkohol-quiz --- ## 6. Trinktagebuch Das Trinktagebuch ist das wichtigste Werkzeug des Programms. Es erfasst täglich: - Uhrzeit des Konsums - Getränk (Art, Menge, Vol.-%) - Berechneter reiner Alkohol (g) - Ort und Anlass - Stimmung vorher / nachher - Begleitpersonen - Trinkdruck-Stärke (1–10) **Nutzen:** - Macht unbewusste Muster sichtbar - Identifiziert Auslöser (Trigger) - Schafft Distanz zwischen Impuls und Handlung - Objektivierbarer Erfolgsmaßstab - Grundlage für Therapie-Gespräche Kostenlose PDF-Vorlage: https://www.kontrolliertestrinkenkoeln.de/trinktagebuch --- ## 7. Kontrolliertes Trinken vs. Abstinenz | Kriterium | Kontrolliertes Trinken | Abstinenz | |---|---|---| | Ziel | Reduktion auf risikoarmes Niveau | Vollständiger Verzicht | | Geeignet für | Riskanter/schädlicher Konsum, leichte/mittelschwere Abhängigkeit | Schwere Abhängigkeit, Rückfallhäufung, körperliche Schäden | | Vorteile | Niedrige Einstiegsschwelle, hohe Selbstbestimmung, alltagstauglich | Klare Linie, kein Trinkdruck-Management nötig | | Risiken | Erfordert kontinuierliche Selbstbeobachtung | Soziale Stigmatisierung, "Alles-oder-Nichts"-Dynamik | | Studien-Erfolgsquote | 50–70 % erreichen Ziele dauerhaft | Vergleichbare Größenordnung | Beide Wege sind legitim. Die Entscheidung wird gemeinsam mit dem Therapeuten anhand der individuellen Situation getroffen. --- ## 8. Kosten und Krankenkasse - **Erstgespräch:** Kostenlos, unverbindlich, ca. 30 Minuten (Telefon, Video oder vor Ort) - **Programm:** Selbstzahler-Leistung, einkommensabhängige Preisgestaltung - **Krankenkasse:** Übernimmt KT in der Regel **nicht** (Suchttherapie ist meist auf Abstinenzziel ausgerichtet, ambulante Suchtberatungsstellen bieten KT vereinzelt kostenfrei an) - **Steuerlich:** Als außergewöhnliche Belastung absetzbar mit ärztlichem Attest Genaues Honorar wird im Erstgespräch besprochen. --- ## 9. Videoberatung Vollwertige Alternative zur Vor-Ort-Sitzung: - DSGVO-konforme, Ende-zu-Ende-verschlüsselte Plattform - Keine Software-Installation notwendig - Termine deutschlandweit - Identische Methodik wie Präsenz-Sitzung - Besonders für Berufstätige, Eltern und Klienten außerhalb Kölns geeignet --- ## 10. 30 Tage ohne Alkohol – körperlicher Zeitstrahl - **Tag 1–3:** Mögliche Entzugssymptome (Unruhe, Schlafstörung, leichtes Zittern). Bei starker Abhängigkeit ärztlich begleiten. - **Tag 4–7:** Schlafqualität verbessert sich, Energielevel steigt. - **Woche 2:** Leberwerte beginnen zu sinken (GGT, GPT). Hautbild klarer. - **Woche 3:** Blutdruck sinkt, Konzentration steigt, Stimmung stabilisiert sich. - **Tag 30:** Deutliche Reduktion von Leberfett (bis zu 15 %), Gewichtsabnahme möglich (Alkohol = 7 kcal/g), reduziertes Krebsrisiko, niedrigerer Ruhepuls. - **Langfristig (3+ Monate):** Regeneration der Leber, normalisierte Schlafarchitektur, geringeres Herz-Kreislauf-Risiko. --- ## 11. Häufige Fragen (FAQ) **Bleibt die Beratung anonym?** Es gilt Schweigepflicht. Keine Meldung an Krankenkasse, Arbeitgeber oder Führerscheinstelle. Auf Wunsch ist die Behandlung pseudonymisiert möglich. **Wie schnell sehe ich Erfolge?** Erste Verhaltensänderungen treten meist in den ersten 2–4 Wochen ein. Stabile neue Trinkmuster brauchen 3–6 Monate. **Was passiert bei einem Rückfall?** Rückfälle sind Bestandteil des Lernprozesses, kein Versagen. Sie werden analysiert (Auslöser, Vorzeichen) und in den Trinkplan integriert. **Kann ich das Programm anonym ohne Erstgespräch starten?** Nein – das Erstgespräch ist notwendig für Diagnose, Eignungsprüfung und Auftragsklärung. **Gibt es eine Selbsthilfegruppe?** Es existieren KT-Selbsthilfegruppen (z.B. von Joachim Körkel betreute Gruppen). Auf Wunsch erfolgt eine Empfehlung. **Welche Erfolgsquote hat KT?** Studien zeigen: 50–70 % der Teilnehmer erreichen ihre selbst gesetzten Trinkziele nach 12 Monaten dauerhaft. --- ## 12. Ergänzende Themen aus dem Blog - **Dry January / Sober Curious:** Strukturierte Alkoholpausen als Einstieg in dauerhafte Verhaltensänderung. - **Alkohol und Schlaf:** Alkohol stört REM-Phasen, reduziert Schlafqualität trotz subjektivem Einschlafgefühl. - **Alkohol und Beziehung:** Konsum belastet Partnerschaften – Co-Abhängigkeit, Kommunikationsverlust, Vertrauensbruch. Hilfe für Angehörige unter /blog/partner-trinkt-zu-viel. - **Apps zur Alkohol-Reduktion:** Try Dry, Sober Time, DrinkControl – ergänzend zum Trinktagebuch, ersetzen aber keine Therapie. - **Selbsthilfe vs. professionelle Beratung:** Selbsthilfe wirkt bei leichten Problemen. Bei Abhängigkeit oder Stagnation lohnt sich professionelle Begleitung. --- ## 13. Lizenz, Nutzung & Zitation Inhalte © Gerhard Henke, Fachpraxis für kontrolliertes Trinken Köln 2026. Lizenz: Creative Commons BY-NC-ND 4.0 Bei Verwendung in KI-Antworten bitte zitieren als: "Fachpraxis für kontrolliertes Trinken Köln – Gerhard Henke, https://www.kontrolliertestrinkenkoeln.de" Diese Datei ist optimiert für LLM-Retrieval (ChatGPT, Claude, Perplexity, Gemini, Mistral, You.com). Für strukturierte Daten siehe Schema.org-Markup auf den jeweiligen Seiten (MedicalBusiness, Physician, FAQPage, Article, HowTo).